Nach der Idee für einen komplett kostenlosen Nahverkehr, planen Linke, Grüne und SPD jetzt die Einführung eines sog. 365-Euro-Tickets. Das ist eine Jahreskarte, die dann 365 Euro kostet. Vorbild ist Wien. Dort gibt es ein solches Ticket. Wir setzen auf einen anderen Weg.

Dafür setzen wir uns ein:

Ein leistungsfähiger ÖPNV statt 365-Euro-Tickets.

In Wien wurde erst der ÖPNV fit gemacht, viele Menschen transportieren zu können und dann kam das günstige Ticket. Denn: Wenn Busse und Bahnen die neuen Nutzer nicht aufnehmen können, bricht das System zusammen. Daher brauchen wir neue Linie und neue Bahnen. Und wo nötig, wollen wir Nahverkehr und Autoverkehr voneinander trennen – zum Beispiel durch eine Verlagerung der Straßenbahn unter die Erde in der Jahnallee. Dazu: Engere Takte. Und es braucht Menschen, die die Busse und Bahnen steuern. Schon heute herrscht Fahrermangel. Wir wollen die Jobs bei der LVB attraktiver machen.

Realistische und seriöse Finanzierung

Würde das Ticket heute eingeführt werden, fehlen 30 bis 50 Millionen pro Jahr an Einnahmen. Denn die Kosten der Verkehrsbetriebe sinken nicht. Aber Einnahmen fehlen. Das muss aus dem Haushalt der Stadt ausgeglichen werden. Aber Leipzig schwimmt nicht im Geld. Im Gegenteil: Schulen, Kitas und neue Wohnungen kosten viel Geld. Aber jeden Euro kann man nur einmal ausgeben.
Neue Kredite lehnen wir dafür ab. Denn die müssen von unseren Kindern und Enkeln zurückgezahlt werden. Das finden wir unfair.

Attraktive Angebote, damit mehr Menschen schon morgen umsteigen.

Menschen nutzen Busse und Bahnen dann, wenn sie eine tolle Alternative zum eigenen Auto sind. Da wollen wir ansetzen. Kürzere Takte, verlässliche Anschlüsse, saubere und barrierefreie Fahrzeuge. Das bringt Menschen auch heute schon dazu, umzusteigen – ganz ohne ein 365-Euro-Ticket.

Einbindung von neuen Mobilitätsformen.

Carsharing, Bikesharing, Ridepooling und vieles mehr bringen Menschen schon heute dazu, darüber nachzudenken, ob sie noch ein eigenes Auto brauchen. Durch eine gut funktionierende Kombination von ÖPNV und solchen neuen Angebote wollen wir Mobilität insgesamt neu denken.

Keine Sondersteuer für den Nahverkehr.

In manchen Städten wird ein günstiger Nahverkehr durch Sondersteuern finanziert. Die müssen alle zahlen – egal, ob sie den Nahverkehr nutzen oder nicht. Ein solche Extra-Belastung finden wir unfair. Übrigens: In Wien müssen alle Arbeitgeber eine sog. U-Bahn-Steuer bezahlen. Die wurde für den U-Bahn-Bau eingeführt. Die U-Bahn ist fertig, die Steuer wurde nicht abgeschafft – sondern für das 365-Euro-Ticket sogar noch erhöht. Damit würden die Kosten für Unternehmen steigen und der Standort Leipzig unattraktiver werden – im schlimmsten Fall droht eine Abwanderung von Unternehmen und eine steigende Arbeitslosigkeit. Leipzig ist halt keine Hauptstadt, sondern steht mit vielen anderen Städten im Wettbewerb. Wir werden das immer im Hinterkopf behalten.

Flexible Zeitkarten in Leipzig – durchgesetzt von der FDP.

Bis vor einigen Jahren gehörten die Schlangen am Monatsanfang an den LVB-Zentren zum Alltag. Warum? Weil Monatskarten an einen Kalendermonat gebunden waren. Immer vom ersten bis zum letzten Tag im Monat.

Wir haben gegen viele Widerstände durchgesetzt, dass Monatskarten fließend gelten. Zum Beispiel vom 17. Mai bis zum 16. Juni – oder vom 5. Februar bis zum 4. März. Und weil das fließende Prinzip viel fairer ist und den Nahverkehr attraktiver macht, haben wir es auch für Wochenkarten und Tageskarten erreicht. Eine Wochenkarte gilt jetzt sieben Tage – bspw. von Mittwoch bis zum Dienstag der Folgewoche. Und eine Tageskarte wurde zur 24-Stunden-Karte. Gut, oder?

Am 26. Mai ist Stadtratswahl:
Mit allen drei Stimmen FDP wählen.

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